Liquid für E-Zigaretten selbst mischen spart Geld

Liquid für E-Zigaretten selbst mischen spart Geld

Kosten für selbst gemischtes Liquid im Vergleich zu fertigem Liquid

Liquid für E-Zigaretten selbst mischen und dabei Geld sparen ist für mich seit knapp 2 Jahren absolut selbstverständlich geworden, aber immer noch fragen viele Leute nach den Kosten oder halten das eigene Mischen von Liquid für eine Art Hexenkunst. In diesem kleinen Artikel möchte ich Euch die wirklichen Kosten anhand von realen Beispielen erklären. Bei der nachfolgenden Berechnung zum Liquidverbrauch und den entsprechenden Kosten bin ich von meinem eigenen Dampfverhalten ausgegangen.


E-Liquid selbst mischen

Da ich mit etwa 100 Watt auf dem Aspire Cleito 120 Verdampfer in Kombination mit dem Minikin 2 Akkuträger unterwegs bin, ist mein Verbrauch an Liquid auch entsprechend hoch. Da aber jeder von Euch wissen sollte, wie viel Liquid am Tag so verdampft wird, müsst Ihr die nachfolgenden Berechnungen einfach nur an Euren individuellen Verbrauch anpassen. Mein gegenwärtiger Verbrauch liegt im Durchschnitt bei etwa 15ml Liquid am Tag, was in etwa 3 Füllungen des Verdampfers entspricht. Der Preis für 10ml fertiges Liquid liegt je nach Hersteller und Angebot bei etwa 6,00 Euro. Somit müsste ich bei fertig gemischtem Liquid täglich mit 9,00 Euro rechnen und im Monat ganze 270 Euro für meine Dampfe ausgeben.

Hier nun die Preise für Selbstmischer im direkten Vergleich mit einem fertigen Liquid. Ich persönlich favorisiere hier übrigens „Bragger“ aus dem Hause Avoria. Das fertige Liquid kostet hier derzeit übrigens 5,90 Euro und eignet sich somit gut für die Beispielrechnung für Selbstmischer. Um die Rechnung zu vereinfachen, gehe ich bei der nachfolgenden Berechnung immer von 100ml fertigem Liquid aus. 10x 10ml fertiges Liquid zu jeweils 6,00 Euro pro 10ml entspricht also 60 Euro für gerade einmal 100ml Liquid.

Liquid für E-Zigaretten selbst mischen


Liquid selbst mischen: Voraussetzungen und Zutaten

Um Liquid für die E-Zigarette selbst zu mischen sind keine besonderen Vorkenntnisse notwendig, sofern man mit Zahlen einigermaßen gut umgehen kann und sich bei der Konzentration des Nikotins nicht verrechnet. Ich empfehle Euch in jedem Fall die (nikotinfreien) Zutaten wie Glycerin und Propylenglykol im Dampfershop Eures Vertrauens vor Ort oder online beim Fachhandel zu kaufen, da die Preise bei Amazon & Co. einfach viel zu hoch sind!

1 Liter Glycerin (100% pflanzlich) kostet etwa 10,00 Euro, 1 Liter Propylenglykol liegt ebenfalls bei 10,00 Euro pro Liter. Wer nicht noch extra Glycerin und Propylenglykol mischen möchte, kann hier gleich auf bereits fertig gemischte Basen ohne Nikotin zurückgreifen und sich beispielsweise 1 Liter VPG Base im Verhältnis 75% Glycerin und 25% Propylenglykol kaufen, welche dann ebenfalls etwa 10,00 Euro kostet.

In der Regel werden Aromen mit etwa 10% angemischt, wobei Ihr Euch immer auf die Angaben des Herstellers verlassen solltet. Im Falle meines Liquids „Bragger“ sind es laut Hersteller übrigens nur 4-8% aber meine Erfahrungen haben gezeigt, dass bei Basen mit einem hohen VG-Anteil mehr Geschmack auch nicht wirklich schadet – verdünnen geht schließlich immer!

Bei einer Dosierung von 10% benötige ich also eine Flasche Aroma für etwa 6,00 Euro und die gewünschte Menge Nikotin. Da es leider keine fertig gemischten Nikotinbasen mehr (legal) zu kaufen gibt und auch die beliebten „Bunkerbasen“ mit extrem hohem Nikotingehalt aus den Regalen verschwunden sind, müssen wir eben auf sogenannte „Nikotin Shots“ zurückgreifen. Diese „Nikotin Shots“ dürfen dank der TPD2 Gesetze nur noch in Größen von 10ml und einer maximalen Konzentration von 20mg Nikotin verkauft werden. Ich dampfe in der Regel mit 3mg Nikotin und benötige somit für 100ml Nikotinbase 15ml dieser „Nikotin Shots“ welche pro Stück mit jeweils 10ml für etwa 2,00 Euro erhältlich sind und in dieser Rechnung also mit 3,00 Euro zu Buche schlagen.

Was kostet selbst gemischtes Liquid denn nun wirklich?

Da das Endresultat in dieser Berechnung genau 100ml nikotinhaltiges Liquid ergeben soll, muss jetzt etwas gerechnet werden. Ich empfehle Euch an dieser Stelle einen kostenlosen Liquidrechner zu verwenden, wie er z.B. bei lassdampfab.de oder auch als sehr komfortable App für Android und das iPhone zu finden ist. Hierbei ergeben sich folgende Mischverhältnisse:

  • 13,50ml Nikotin Shots mit 20mg Nikotin
  • 76,50ml Base ohne Nikotin
  • 10,00ml Aroma

Und jetzt zu den eigentlichen Kosten für 100ml selbst gemischtes Liquid im Detail:

  • 13,50ml Nikotin Shots kosten 2,40 Euro
  • 76,50ml Base ohne Nikotin kostet 0,80 Euro
  • 10ml Aroma kosten 6,00 Euro
  • Gesamtkosten = 9,20 Euro für 100ml fertiges Liquid

Im Vergleich: 100ml fertiges Liquid kosten 60,00 Euro und als Selbstmischer bezahlst Du lediglich 9,20 Euro. Wer sein Nikotin irgendwo günstiger beziehen kann oder vielleicht noch literweise Bunkerbase im Keller versteckt, reduziert die Kosten sogar auf etwa 7,30 Euro pro 100ml.

E-Liquid selbst mischen Kosten im Vergleich

Ich persönlich mische meine Nikotinbasen nur noch auf 800ml an und verwende das die Basen dann erst später zum Mischen mit den jeweiligen Aromen. Hier muss jeder seinen eigenen Weg finden, aber mir ist es einfach zu kompliziert, vorsichtig im Milliliterbereich zu mixen. Bei einer starken 48mg Nikotin Bunkerbase kippe ich auf 50ml einfach 750ml Base mit 0mg Nikotin drauf, erwärme die Suppe im Wasserbad und lasse den Magnetrührer eine Weile wirbeln. Zudem nutze ich kein separates Propylenglykol mehr, sondern mische mit reinem Glycerin. Da die Bunkerbase zu 100% aus Propylenglykol besteht, liegt mein PG Anteil somit bei etwa 6%, was in jedem Fall schmeckt und auch ordentlich Dampf macht!

Meine persönlichen Kosten liegen (dank Bunkerbase) bei fast genau 7,00 Euro pro 100ml Liquid mit Nikotin und Aroma, was sich trotz meines hohen Verbrauchs auf gerade einmal 30 Euro im Monat summiert… Der Rest wird dann wieder in neue Akkuträger und feine Verdampfer investiert. Von Zeit zu Zeit gibt es auch gute Angebote für größere Gebinde an VPG Mischungen, so auch dass hier die Kosten weiter gesenkt werden können.

Liquid selbst mischen: Kosten für das Equipment

Auch wenn in vielen YouTube Videos das Mischen von Liquid auf recht professionellem Niveau präsentiert wird, benötigt man eigentlich nur relativ wenig Zubehör. Aber da die Grundausstattung auch Geld kostet, hier eine Übersicht für die wichtigsten Utensilien im Vergleich, wobei diese nach einer gründlichen Reinigung immer wieder verwendet werden können:

  • 10x Einwegspritzen 1ml = ca. 2,50 Euro
  • 10x Einwegspritzem 10ml = ca. 5,00 Euro
  • 1x Meßbecher (Glas) 500ml = ca. 3,00 Euro
  • 5x Braunglasflaschen zu je 300ml = ca. 6,00 Euro
  • 10x Liquidfläschchen zu je 50ml = ca. 5,00 Euro

Das persönliche Equipment kann natürlich noch um Labeldrucker, Magnetrührer etc. aufgestockt werden, aber wird zum selbst mischen von Liquid eigentlich nicht benötigt und in den ersten Monaten habe auch ich statt eines Magnetrührers einfach einen günstigen Milchaufschäumer verwendet, um das Liquid gut zu vermischen. Andere Dampfer mischen sogar direkt in der Braunglasflasche und kippen einfach nur die Zutaten zusammen, stellen die Flasche 2 Wochen auf die Heizung und schütteln jeden Tag… Hier muss jeder einfach ausprobieren und über die Monate seinen eigenen Weg finden.

An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, dass nikotinhaltige Produkte niemals in die Hände von Minderjährigen gehören und man gerade bei hoch konzentrierten Nikotinlösungen entsprechende Schutzmaßnahmen beachten sollte. Wer sich nicht 100% sicher ist und in Mathe nicht aufgepasst hat, kann sich beim Nikotingehalt des Liquids schnell verrechnen, was wiederum recht unangenehme Folgen haben kann.

Bewahrt das fertige Liquid und alle anderen Komponenten immer außerhalb der Reichweite von Kindern auf und achtet auf Deckel mit einer Kindersicherung. Arbeitet sauber und ordentlich, beschriftet alle Flaschen und Aromen genau und schützt Euch mit mit Handschuhen und einer Schutzbrille. Solltet ihr in Kontakt mit Nikotinbasis kommen, wascht sofort die betroffene Stellen mit Seife unter warmen fließendem Wasser ab. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich hierbei um einen persönlichen Erfahrungsbericht ohne Gewähr handelt und keine Verantwortung für Schäden übernommen werden kann. Wer im Umgang mit Flüssigkeiten unsicher ist und sich beim Prozentrechnen schwer tut, sollte in jedem Fall auf das Mischen von E-Liquid verzichten und auf fertige Liquids im Fachhandel zurückgreifen.

(Bildquellen: Titelbild sowie Bild 1 und Bild 2: Wikimedia Commons Bild 3: Tutsi.de)

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